Nehmen wir einmal einen Jahrmarkt. Es gibt da Fahrgeschäfte, Stände mit Waren für den häuslichen und weniger häuslichen Bedarf, Stände mit (abgepackten) Lebensmitteln (für zu Hause) und Fressstände (zur direkten Verpflegung vor Ort).
Unter Standbetreibern besonders beliebt auf Jahrmärkten ist es, durch lautstarke Marktschreierei auf sich aufmerksam zu machen. Dabei gibt es unterschiedliche Varianten:
- Diejenigen, die ihre Angebote herunterrattern und
- diejenigen, die ihre Kunden direkt – teils auch mit flotten Sprüchen, Witzen und Komplimenten – ansprechen
Kurz: die Einen Monologisieren und die Anderen versuchen zu Dialogisieren oder erwecken wenigstens den Anschein als ob. Durch reines Beobachten auf dem Jahrmarkt kann jeder für sich herausfinden, welcher Standbetreiber mehr Ware absetzt.
Social Media ist Dialog. Dialog in Reinform, denn die Nutzer sind gewohnt, sich miteinander zu unterhalten und – mehr oder weniger (in der Regel eher mehr) – gegenseitig zuzuhören.
Diese Grundeigenschaft von Social Media sollten Unternehmen im Umgang mit Social Media berücksichtigen. Natürlich kann man es machen wie Marktschreier A, der eben einfach seine Angebote herunterrattert oder seine News erzählt. Man kann es aber auch machen wie Marktschreier B und mit seinen Kunden in den Dialog gehen und sich auch links und rechts der eigenen Angebote bewegen.
Das erhöht Sympathien, sorgt beim Einen oder Anderen zögerlichen Kunden dafür, dass er doch Umsatz erzeugt. Bei entsprechend pfiffigen Äußerungen bleibt man zudem viel eher im Gedächtnis der Kunden hängen.